Entlastungsdepression

Als Entlastungsdepression, leisure sickness oder populärwissenschaftlich auch Ferienkrankheit bezeichnet man in der Psychologie jene Form der Depression, die nicht bei Belastung sondern bei Entlastung nach einer Zeit der Belastung auftritt. Nach Studien entwickeln etwa drei Prozent aller Menschen eine solche Depression, wobei besonders ehrgeizige, übermotivierte Menschen, die sich im Alltag wenige Pausen gönnen oder sich auch in der Freizeit für ihren Beruf engagieren, dafür anfällig sind.
Nach Feiertagen, insbesondere zu Weihnachten, fallen viele Menschen in ein psychisches Loch, denn nach den oft psychisch und sozial anstrengenden Weihnachtstagen wird manchen erst bewusst, wie es ihnen geht. Kommt vielleicht noch ein Familienzwist hinzu, ist eine Depression nicht selten. Das psychische Loch ist vor allem bei Frauen häufig eine “Entlastungsdepression“. Während eine Belastungsdepression meist durch Überforderung hervorgerufen wird, bricht eine Entlastungsdepression oft dann aus, wenn der Arbeitsdruck vorbei ist, also nach bewältigten Aufgaben wie etwa die Vorbereitungen zum Fest.

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