Evolution

Der Begriff Evolution wurde 1774 von dem Schweizer Naturforscher Albrecht von Haller für seine Vorstellung von der Entwicklung des Menschen geprägt. Evolution (lat. evolvere bedeutet abwickeln, entwickeln; PPP evolutum) meint dabei das fortlaufende Entstehen neuer und das Wachsen bereits entstandener Muster in Richtung aufsteigender Komplexität und Vernetzung von Bereichen der Wirklichkeit. Evolution ist somit eine graduelle, mit ungleichmäßiger Geschwindigkeit ablaufende Veränderung der Häufigkeit von Replikataren in einem Replikatorenpool im Verlaufe der Zeit. Zu jedem Zeitpunkt setzt sich der Pool anders zusammen als zuvor, wobei es  dabei keine Rolle spielt, welche Replikatoren daran beteiligt sind. Im Gegensatz zu Entwicklung entstehen durch Evolution keine Dinge neu, sondern sie werden nur neu kombiniert.  Evolution läuft niemals an Objekten, sondern immer nur an Häufigkeiten von Objekten ab. Die Evolution ist an drei notwendige  Voraussetzungen  gebunden: sas Vorhandensein von Replikatoren (Objekte, von denen Kopien entstehen), eine schwankende Kopiergenauigkeit, Variation genannt, sowie eine unterschiedliche Wahrscheinlichkeit einer jeden Variante, als Element in jene Stichprobe  zu gelangen, aus der die nachfolgende Population zusammengesetzt  wird: Selektion.
Dabei drei notwendige  Elemente oder Etappen zur Kennzeichnung von Evolutionsprozessen, wobei diese  jedoch ineinander verschränkt sind und gleichzeitig an bzw. in der Population ablaufen: Variation als unterschiedliche Kopien der Replikatoren (der jeweiligen Objekte, von denen Kopien entstehen), Selektion als positive (oder negative) Auswahl einer jeden Variante bzw. Übernahme als Element in jene Stichprobe, aus der die nachfolgende Population zusammengesetzt wird, sowie die (Re-)Stabilisierung als relativ dauerhafte Sicherstellung bzw. Ordnung oder Strukturbildung der positiv selektierten Replikatoren, Objekte oder Merkmale.
Die Evolutionstheorie von Charles Darwin vereinigte im Prinzip der natürlichen Auslese vier zentrale Gedanken: Zum einen wächst die Anzahl der Individuen einer Art schneller als die Ressourcen, die zur Verfügung stehen. Diese Individuen unterscheiden sich zudem in einer Anzahl an Verhaltens- und Strukturmerkmalen, welche sie auch vererben können. Haben diese Individuen aufgrund der bereits aufgeführten Variation einen Vorteil im Bezug auf den Zugriff auf die zur Verfügung stehenden Ressourcen erhalten, so erhöht sich ihre Chance auf Reproduktion.

Schöpfungsgeschichte und Evolution

Die Schöpfung in der Bibel ist eine religiöse Schöpfungsgeschichte bezüglich Mann und Frau und vermittelt eine unvollständige zusammengefasste Geschichte über die Ursprünge eines angeblich auserwählten Volkes und soll bereits den Vorfahren eine gesonderte Stellung verleihen. Diese gesonderte Stellung kann auch als Trennung vom Rest der Welt gesehen werden, und zwar von Beginn an. Die Erzählung der Bibel über die Entstehung des Menschen hat demnach keine wissenschaftlichen sondern vorwiegend didaktische Zwecke, und zwar für eine ganz bestimmte Klientel. Dabei verwendet die Bibel einen einzigen wissenschaftlichen Aspekt: Dass nämlich Menschen von Mann und Frau geboren werden.



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