Bulimie
Siehe auch Bulimia nervosa, Anorexia nervosa, Magersucht, Anorexie, Binge Eating Disorder, psychogene Hyperphagie, Essstörung
1. Definition
„Heißhunger, Gefräßigkeit, eine psychosomatische Dysregulation, die anfall- bzw. durchbruchartig auch mit dem Gegenteil der Essvermeidung, gekoppelt auftreten kann“ (Clauss 1995, S. 78).
2. Definition
„Bulimie (griech. bulimia „Heißhunger“, eigtl. „Ochsenhunger“)
Die Bulimia nervosa eine psychisch bedingte Essstörung, die fast ausschließlich bei jungen Frauen zwischen 15 und 30 Jahren mit meist normalem Körpergewicht auftritt, Unzufriedenheit mit der Figur führt zu Diätversuchen, die durch Heißhungerattacken mit der Aufnahme großer Menge meist hochkalor. Nahrungsmittel unterbrochen werden, gefolgt von anschließendem selbstinduziertem Erbrechen, da eine hochgradige Angst vor einer Gewichtszunahme besteht“ (Brockhaus – Enzyklopädie 2006, S. 60).
3. Definition
„krankhafter Heißhunger“ (Häcker & Stapf 1994, S. 125).
4. Definition
„Eine Essstörung bei der die Betroffenen zu viel essen und sich dann bewusst übergeben oder Abführmittel einnehmen“ (David Cohen 1996, S. 54).
5. Definition
Bulimia nervosa ist eine Störung des Essverhaltens, welche besonders bei normalgewichtigen Frauen zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr auftritt. Heißhungerattacken mit anschließendem Erbrechen sind charakteristisch, das Erbrechen wird entweder selbst oder durch den Einsatz von Abführmitteln herbeigeführt. Diese Essstörung bleibt der Umwelt oft verborgen. Ursachen können körperlicher und seelischer Natur sein, Behandlung vor allem mit Psychotherapie (vgl. Gudemann 1995, S. 55).
6. Definition
Das Hauptmerkmal der Bulimie Störung sind wiederkehrende Essanfälle. Während dieser Essanfälle nimmt der Betroffene in einem kurzen Zeitraum eine sehr große Menge an Nahrungsmitteln zu sich. Diese Menge ist deutlich größer als die, die ein gesunder Mensch in einem vergleichbaren Zeitraum zu sich nimmt. Auf die Essanfälle kann selbst eingeleitetes Erbrechen erfolgen, muss aber nicht.
Verwendete Literatur
Clauss, G. (1995). Fachlexikon ABC Psychologie. Frankfurt/Main: Verlag Harri Deutsch.
Cohen, D. (1996). Lexikon der Psychologie. München: Verlag Heyne.
Gudemann, W. (1995). Lexikon der Psychologie. Gütersloh: Bertelsmann-Lexikon-Verlag.
Häcker, H. & Stapf, K. (1994). Dorsch Psychologisches Wörterbuch. Bern: Verlag Huber.
ohne Autor (2006). Brockhaus-Enzyklopädie. Bd. 5. Leipzig: Verlag Brockhaus.
