Soziometrie

 

Definition 1:
(lat. + grch.) von J.L. Moreno „geschaffene Lehre von der Messung der sozialen Distanz und der Beliebtheit aufgrund des soziometrischen Tests (Befragung von Personen, mit welchen Mitglieder der Gruppe sie gerne oder ungern in bestimmten Situationen zusammen sein möchten), deren Ergebnisse ins Sozigrammen (graphischen Darstellungen der Verbindung) aufgezeichnet werden“ (Bertelsmann Universal Lexikon 1989, Band 17 S. 5).

Definition 2:
„Erstmals wurde der Begriff „Soziometrie“ von Steinmetz 1913 benutz. Für Moreno, der als der eigentliche Begründer der Soziometrie gilt, ist der soziometrische Test ein Mittel, um die Organisation sozialer Gruppen zu messen. Im soziometrischen Verfahren werden die Individuen einer Gruppe aufgefordert, andere Individuen einer eigenen oder einer anderen Gruppe zu wählen“(Möglichkeiten und Grenzen der Soziometrie, G. Brüggen, 1974, S. 7).

Definition 3:
„Soziometrie, wörtlich das Messen sozialer Faktoren. Eine von Jacob Moreno entwickelte Technik, bei der die Versuchspersonen enthüllen, wer ihre engsten Freunde sind, indem sie eine Grafik ihrer Beziehungen erstellen. Dabei soll die Verbindung zwischen den einzelnen Mitgliedern einer Gruppe erkannt und festgestellt werden, wer mit wem am engsten verbunden ist“ (Lexikon der Psychologie, D. Cohen, 1995, S 284).

Definition 4:
„Sammelbegriff für Techniken, vornehmlich die des „soziometrischen Tests“ (Moreno, 1953), mit Hilfe deren meist auf der Grundlage gegenseitiger Wahlen der Mitglieder die emotionale Struktur einer Gruppe (das, was die Mitglieder einer Gruppe über die jeweils anderen fühlen und denken) quantitativ analysiert werden kann“ (Lexikon der Psychologie, W. Arnold, H.J. Eysende, R. Meili 1991, Band 3, S. 189).

Definition 5:
Sammelbezeichnung für alle Verfahren der empirischen Sozialforschung zur quantitativen Erfassung von sozial-emotionaler Beziehungen innerhalb von beliebigen, meist aber kleinen Gruppen. Dient dazu herauszufinden, wie die Verhältnisse in einer Gruppe sind. Zur Erfassung eigenen sich verschiedene Verfahren. Zur Darstellung der gefunden Beziehungen dient das Soziogramm (Vgl.: Schüler Duden – Die Psychologie, A. Hillig, S. 283).

Siehe dazu im Detail das Arbeitsblatt Soziometrie.

Literatur
Gudemann, W. (1989). Bertelsmann Universal Lexikon, Band 17, Gütersloh: Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH
Brüggen, G. (1974). Möglichkeiten und Grenzen der Soziometrie, Darmstadt: Druck- und Verlagsgesellschaft mbH
Cohen, D. (1995. Lexikon der Psychologie, München: W. Hyene Verlag GmbH & Co. KG
Arnold, W. Eysende & H.J. Meili, R.(1991). Lexikon der Psychologie, Band 3, Freiburg: Freiburger Graphise Betriebe
Hillig, A. (1996). Schüler Duden – die Psychologie, Wien: Dudenverlag





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