vermeidend/restriktive Essstörung

Eine im Kindesalter auftretende Formen nicht-normativen Essverhaltens ist die vermeidend/restriktive Essstörung (Avoidant/Restrictive Food Intake Disorder), die mit einer unzureichenden Energieversorgung verbunden und durch folgende Merkmale charakterisiert ist:

  • Geringes Interesse an Essen,
  • Vermeidung von Lebensmitteln infolge sensorischer Charakteristika der Nahrungsmittel,
  • Verweigerung der Nahrungsaufnahme aufgrund traumatischer Erlebnisse.

Mit dem Fragebogen „Eating Disturbances in Childhood – Questionnaire“ wurde ein Inventar entwickelt, das die Kriterien der vermeidend/restriktiven Essstörung sowie der zugehörenden Subtypen erfasst. Dabei zeigten in deskriptiven Analysen 24,3% der Kinder Symptome einer emotionalen Störung mit Nahrungsvermeidung, 50,9% der Kinder berichteten über selektives Essverhalten, und 13,8% der Kinder wiesen Anzeichen einer funktionellen Dysphagie auf. Zudem gaben über ein Drittel der Kinder an, nichts zu essen, wenn sie traurig, besorgt oder ängstlich sind. Mädchen beschrieben sich zurückhaltender als Jungen beim Probieren von unbekanntem Essen und gaben sich vermehrt als wählerischere Esserinnen aus. Das Gefühl, dick zu sein, war bei Mädchen (55,7%) signifikant ausgeprägter als bei Jungen (36,1%).




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