social loafing

Unter social loafing versteht man die meist unbewusste Neigung in Gruppen, in der Leistung nachzulassen, unabhängig davon, ob die Aufgabe als interessant und bedeutungsvoll erlebt wird. Die Social-Loafing-Theorie führt generell aus, dass Menschen für gemeinsame, kollektive Aufgaben weniger Aufwand betreiben als für individuelle Aufgaben (Karau & Wiliams, 2001). Die negative Auswirkung besteht vor allem darin, dass weniger Verantwortung für die Gruppe übernommen wird, wodurch es vermehrt zu Konflikten kommen kann. Dieses Problem lässt sich dadurch reduzieren, dass dem Einzelnen die individuelle Leistung häufiger zurückgemeldet wird, woraus sich für ihn eine Orientierungshilfe ergibt. Verwandte Phänomene sind der „Trittbrettfahrer-Effekt“ und der „Sucker-Effekt“. Das social loafing ist das Gegenteil von Synergieeffekten, wonach in Gruppen angeblich ein besseres Arbeitsresultat erzielt wird, als wenn die Mitgleider alleine arbeiteten.

Literatur
Karau, S. J. & Wiliams, K.D. (2001). Understanding individual motivation in groups: The Collective Effort Model. In: M.E. Turner (Hrsg.), Groups at work: Theory and Research (pp. 113-141). New York: Lawrence Erlbaum.




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