Leistungsmotiv

Das Leistungsmotiv wird in der Auseinandersetzung mit einem Gütemaßstab angeregt, d.h., Personen mit einer starken Hoffnung auf Erfolg streben danach, Gütemaßstäbe zu übertreffen und stolz auf die eigene Leistungsfähigkeit zu sein. Man kann bei der Festlegung eines Gütemaßstabes zwei verschiedene Bezugsnormen anlegen: Bei einer individuellen Bezugsnorm vergleicht eine Person ihre Leistung mit ihrem eigenen bisherigen Leistungsniveau, während sich soziale Bezugsnormen sich an der Leistung von Bezugsgruppen orientieren. Es hat sich gezeigt, dass Menschen mit einer starken Hoffnung auf Erfolg sich eher an ihrer individuellen Bezugsnorm, nicht aber an sozialen Bezugsnormen orientieren. Leistungsmotivierten kommt es also eher darauf an, ihr eigenes Leistungsniveau zu steigern, als auf den Vergleich mit anderen. Menschen mit einer hohen Furcht vor Misserfolg vermeiden im Allgemeinen die Auseinandersetzung mit Gütemaßstäben, weil sie befürchten, ein Scheitern wäre ein Hinweis auf mangelnde Kompetenzen. Wenn sie sich Leistungssituationen stellen, dann arrangieren sie die Situation oft so, dass sie sich für einen Misserfolg nicht verantwortlich fühlen müssen, indem sie entweder extrem schwierige Aufgaben wählen, bei denen auch die meisten anderen scheitern würden, oder sie schieben die Bearbeitung der Aufgabe hinaus, so dass sie gar nicht mehr in der Lage sind, eine Leistung zu erbringen. Das Leistungsmotiv ist das in seiner Wirksamkeit am häufigsten untersuchte Motiv.

Literatur
McClelland, D. C., Atkinson, J. W., Clark, R. A., & Lowell, E. L. (1953). The achievement motive. New York: Appleton-Century-Crofts.




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