Machtmotiv

Das Machtmotiv bezeichnet nach McClelland das Grundmotiv, das auf die Gefühlserfahrung abzielt, die sich einstellt, wenn man Einfluss auf andere Menschen hat. Das Machtmotiv verkörpert letztlich die Hoffnung auf Kontrolle bzw. auch Furcht vor Kontrollverlust über andere. Das Machtmotiv ist auch ein guter Prädiktor für Präferenzen für Tätigkeiten und Situationen, in denen Prestige und Ansehen erworben werden können.

Das Machtmotiv äußert sich häufig in dem Bedürfnis, sich stark und einflussreich zu fühlen, machtmotivierte Menschen genießen es, Überlegenheit zu demonstrieren, sei es in einem Streitgespräch oder auch durch körperliche Präsenz. Ziel dieses Machtgebarens ist die Kontrolle von Ressourcen, und die ist meist erst durch die Kontrolle über einzelne Individuen. Während sich Hoffnung auf Kontrolle vorwiegend auf die Ausweitung des eigenen Machtbereichs richtet, äußert sich Furcht vor Kontrollverlust in dem Bestreben, die eigenen Machtressourcen  zu sichern. Menschen mit einer Furcht vor Kontrollverlust denken permanent daran, andere wollten ihren Machtbereich einschränken, ihnen Informationen vorenthalten oder sie in anderer Form ausbooten, und wollen daher Gefühle der Schwäche und Minderwertigkeit vermeiden.

Literatur
McClelland, D. C. (1975). Power: The inner experience. New York: Irvington.
McClelland, D. C. (1985). Human motivation. Glenview, Ill.: Scott, Foresman and Co.
McClelland, D. C. & Boyatzis, R. E. (1982). Leadership motive pattern and long-term success in management. Journal of Applied Psychology, 67, 737-743.





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