Beuteverhalten

Als Beuteverhalten bezeichnet man das Angreifen eines Beutetieres, das als Nahrung dienen soll, durch eine andere Tierart. Beuteverhalten ist meist sehr effizient und wird im Gegensatz zu aggressivem innerartlichem Verhalten nicht durch eine allzu starke Aktivierung des sympathischen Nervensystems begleitet. Beuteverhalten kann durch Lernen gehemmt oder gefördert werden, es unterliegt aber einer aktionsspezifischen und reizspezifischen Ermüdung etwa durch Gewöhnung.

Ein Schlüsselreiz, der etwa einen Hund zum Beuteverhalten animiert, ist Bewegung, denn Beute läuft immer panikartig vom Hund weg, ist immer in Bewegung. Instinktiv, also automatisch und ohne darüber nachdenken zu müssen, wird ein Hund die Beute verfolgen, sie anspringen, zubeißen und die Beute niederreißen. Beißt der Hund zu schwach, kann die Beute fliehen, beißt der Hund kräftig zu, folgt der Totstellreflexbeim Beutetier. Lässt der Hund locker, versucht die Beute wieder zu fliehen. Der Hund fasst wieder zu und schüttelt tot. Die Beute wird getragen, der Beutetrieb ist befriedigt, da das Triebziel erreicht ist.



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