lernsensible Phasen

Unter lernsensiblen Phasen werden Entwicklungsabschnitte bezeichnet, in denen bestimmte Erfahrungen wie z.B. Bindung maximale positive oder negative Wirkung zeigen. In diesem Zusammenhang ist der Begriff der Prägung bedeutsam. Der Begriff der Prägung geht dabei auf Konrad Lorenz zurück und bezeichnet einen Lernvorgang, der in einer bestimmten Phase oder einem bestimmten Lebensabschnitt erfolgen muss, wobei ein spezifisches Auslöseschema für eine Instinkthandlung gelernt wird.

Die Prägung ist ein obligatorischer Lernvorgang, der sich auf eine bestimmte Verhaltensweise bezieht und in der Ontogenese nur einmal, eben in einer lernsensiblen Phase, stattfinden kann, wobei späteres Umlernen nicht mehr möglich ist. Geprägt wird dabei immer nur der Auslöser, wobei das durch Prägung erworbene Verhalten später nicht mehr oder nur sehr schwer verändert werden kann.  Aus entwicklungspsychologischer Sicht sind im Zusammenhang mit der Prägung vor allem die frühe Bindung und die Sprachentwicklung bedeutsam.

Das Konzept der lernsensiblen Phasen kommt aus der Ethologie (Verhaltensforschung), die das entwicklungsgeschichtlich signifikante Verhalten einer Art in ihrer natürlichen Umgebung untersucht.





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