Latenzperiode

Die Latenzperiode oder Latenzphase ist in der Entwicklungspsychologie der Altersabschnitt vor Beginn der Pubertät, also etwa zwischen dem 6. und dem 12. Lebensjahr. In der Latenzphase kommt es nach der psychoanalytischen Theorie Freuds zu einer vorübergehenden Abnahme der Rolle des genitalen Lustgewinns und zu einer Zunahme der intellektuellen Wissbegier als Umlenkung von Es-Energien (Sublimierung als Abwehrmechanismus).

Latenz PeriodeNach psychoanalytischer Auffassung schläft die Sexualität gewissermassen und verharrt in der Latenz. Die Latenz zeigt sich u.a. darin, dass sich z. B. in der Schule die Kinder fast selbstverständlich geschlechtsspezifisch gruppieren, sich betont vom andern Geschlecht distanzieren. Aus der Sicht der Knaben sind dann die Mädchen blöd, und aus der Sicht der Mädchen stinken die Knaben (oder Ähnliches). Da heute via Medien jedes Kind mit allen möglichen Formen sexueller Praxis vertraut werden kann, reden viele Kinder auf der Unter- und Mittelstufe fast ständig über Sexualität, muss manl Freuds Theorie von der Latenzzeit zumindest etwas relativieren.

Literatur
Fellner, Richard L. (2004). Die Psychoanalyse Sigmund Freuds.
WWW: http://www.psychotherapiepraxis.at/artikel/psychoanalyse/psychoanalyse.phtml (09-05-21)




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