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Sexualität

Bei der Sexualität handelt es sich um die Gesamtheit aller mit dem Geschlecht zu erklärenden Erscheinungen und Verhaltensweisen eines Menschen. Die Sexualität gilt als ein primäres Motiv für menschliches Verhalten, sie hat eine instrumentelle Funktion und dient u. a. der Reproduktion, dem Aufbau und der Aufrechterhaltung von Beziehungen, der Selbstbestätigung und steht in Interaktion mit emotionalen Zuständen. Verschiedene Aspekte des sexuellen Erlebens und Verhaltens können vor dem Hintergrund von Persönlichkeitsmerkmalen und Geschlechtsunterschieden differentialpsychologisch sowie im Kontext sozialpsychologischer Einflussfaktoren betrachtet werden.

Die klinische Sexualforschung definiert eine breite Palette von sexuellen Störungen und verfügt über ein Repertoire an sexualtherapeutischen Maßnahmen zur Behandlung dieser Störungen. Die Sexualität ist weder ausschließlich als biologische Körperfunktion noch als psychische Funktion zu begreifen, für die Erlebnis- und Funktionsfähigkeit im Sexuellen sind anatomische, genetische, physiologische, hormonelle und biochemische Grundlagen ebenso bedeutsam wie Gefühle, Phantasien, Erinnerungen und Kognitionen. Somit ist ein Ineinandergreifen biologischer und psychologischer Vorgänge sowohl für die störungsfreie Sexualität als auch für sexuelle Störungen essentiell.

Auch wenn heute bei Menschen die Sexualität weitgehend von den evolutionären Zielen abgekoppelt ist, ist dennoch eine hedonistische Landkarte in den Gehirnen verblieben, die mit Genussempfinden zu tun hat: die Substantia nigra im Großhirn und im Bulbus olfactorius, jenem vorgestülpten Teil des Gehirns, der der Geruchswahrnehmung dient. Riechen war früher der erste Schritt zur Lustgewinnung und ist noch immer von großer Bedeutung, wenn etwa Menschen über das Riechen das Immunsystem bzw. die passenden Pheromone eines potenziellen Geschlechtspartners erahnen können. Dabei gilt: je unterschiedlicher desto besser, denn dann ist dieser Partner mit einem sehr unterschiedlichen Immunsystem ausgestattet, was der Erhaltung der Art dient.


Das Wort Sexualität wurde erst 1820 von August Henschel in seinem Buch „Von der Sexualität der Pflanze“ eingeführt. Davor war der sexuelle Bereich offensichtlich ganz selbstverständlich mit allen anderen Lebensbereichen verwoben und wer anderen sexuelle Erlebnisse, Bedürfnisse usw. mitteilen wollte, tat dies konkret und differenziert. Der gegenwärtige Sprachgebrauch ist dagegen äußerst abstrakt und wenn man heute von Sexualität spricht, verhüllt man mehr als man offen legt. In den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts erfolgte die sexuelle Revolution, welche zeigte, dass sich die Beziehung zwischen Mann und Frau wandeln konnte.

Literatur

https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/sexualitaet/14152 (17-08-03)
http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/JUGENDALTER/Koerper-Sexualitaet-Entwicklung.shtml




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