Wochenplanarbeit

Beim Arbeiten mit dem Wochenplan ist es üblich, dass die SchülerInnen einmal in der Woche, meinstens zu einem regelmäßigen Zeitpunkt, verbindliche Aufgaben erhalten, die in einer gewissen Zeitspanne bearbeitet werden sollen. Favorisiert werden soll ein fächerübergreifender Wochenplan, bei dem die Aufgaben aus den jeweiligen Fächern stammen. Durch den Einsatz von Fachlehrern ist es jedoch auch möglich, dass die Aufgaben fächerspezifisch sind. Darüber hinaus gibt es bei manchen Wochenplänen die Möglichkeit von zusätzlichen freiwilligen Aufgaben, die für rasche Lerner gedacht sind (vgl. Claussen, 1997. S. 15).

„Unter einem Wochenplan verstehe ich die sachliche wie zeitliche Organisation von Arbeitsaufträgen, die den Schülerinnen und Schülern im Regelfall in einer Woche für einen oder mehrere Lernbereiche des Unterrichts aufgegeben werden“ (Vaupel, 1995, S. 22). Durch die Freiarbeitsphasen im Wochenplan erhalten die Schüler mehr Möglichkeiten zur Mitgestaltung. Dadurch ergibt sich auch für den Lehrer eine veränderte Rolle, sie werden zunehmend zu Ratgebern und Beobachtern (vgl. Vaupel, 1995, S. 22).

Der Lehrer hat während der Wochenplanarbeit eine veränderte Rolle. Es ist im Hintergrund und fungiert als Begleiter, der ausschließlich durch Hinweise und Tipps den Schülern hilft ihren eigenen Lösungsweg zu finden. Im Vorfeld muss er den Wochenplan konzipieren und Materialien besorgen. Weiters müssen auch die Rahmenbedingungen angepasst werden: das Klassenzimmer wird umgestaltet und der Lehrer muss auch Schüler und Eltern mit der Methode vertraut machen (vgl. Reich, o.J.).

Auch die Rolle des Schülers ändert sich. Sie haben die freie Wahl bei der Arbeitsreihenfolge, können Pausen selbständig einsetzen, Lern- oder Erholungsspiele individuell einplanen. Weiters können sie die Entscheidung treffen, ob sie alleine oder in der Gruppe arbeiten und bei wem sie sich Hilfe holen oder selbst als Helfer tätig sein wollen (vgl. Sehr, 2007, S. 95f).

Eine besondere Bedeutung hat die Wochenplanarbeit im Integrationsunterricht, da alle Schüler zwar am selben Lehrthema aber in unterschiedlicher Intensität  arbeiten. Die unterschiedlichen Niveaus der Kinder lassen sich somit im Unterricht gut integrieren (vgl. Ohne Autor, (o.J.)

Literatur
Claussen, C. (1997). Unterrichten mit Wochenplänen. Kinder zur Selbständigkeit begleiten. Weinheim und Basel:  Beltz Verlag.
Ohne Autor (o.J.). Wochenplanunterricht. Online im Internet: http://de.wikipedia.org/wiki/Wochenplanunterricht (11-11-21).
Reich, K. (o.J.). Methodenpool. Online im Internet: http://methodenpool.uni-koeln.de (11-11-21).
Sehr, A. (2007). Potentiale selbstgesteuerten Lernens im Rahmen von Wochenplanarbeit in der Grundschule. Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades. Ludwig-Maximilian-Universität München.
Stangl, W. (1996). Die Wochenplanarbeit.
WWW: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LEHREN/Unterrichtsformen.shtml (96-06-19)
Vaupel, D. (1995). Das Wochenplanbuch für die Sekundarstufe. Schritte zum selbständigen Lernen. Weinheim und Basel: Beltz Verlag.





Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:

You must be logged in to post a comment.

Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu

© Werner Stangl Linz 2017