vegetative Störung

Verschiedene Faktoren, wie zum Beispiel Stress, Belastung, Überanstrengung am Arbeitsplatz usw. haben einen Einfluss auf das vegetative Nervensystem, in Abhängigkeit von Art und Dauer des Faktors. Psychische Beanspruchung führt also nach einer gewissen Zeit dazu, dass das vegetative Nervensystem ohne direkten Einfluss auf die Organe Schäden nimmt (vgl. Markowitsch, 1997, S. 764-765).

Bei der vegetativen Störung handelt es sich um Symptome wie Herzprobleme usw. die zwar vom Individuum bemerkt werden, jedoch auf seine Organe keinen direkten Einfluss im Sinne einer Schädigung nehmen. Der Ursprung der Leiden beginnt im Kopf (vgl. Häcker & Stapf, 1998, S. 917).

Eine vegetative Störung wird auch verallgemeinert als psychosomatische Krankheit bezeichnet. Auslöser solcher psychosomatischer Krankheiten sind psychische Leiden wie Angst, Wut, Trauer, Aggressionen usw. (ohne Autor, 1995, S. 390).

Durch Gefühlslagen, die negativen Einfluss auf die Psyche des Mensches haben, wird auch das vegetative Nervensystem beeinflusst. Wenn dieses beeinflusst wird, können körperliche Funktionen, wie zum Beispiel die Herztätigkeit oder der Verdauungstrakt beeinflusst werden, allerdings im negativen Sinne (vgl. Häcker & Stapf, 1994, S. 841).

Vegetative Funktionsstörungen tragen beim Dystoniker dazu bei, dass er oder sie nicht nur psychische, sondern auch körperliche Leiden hat, die allerdings keine beweisbaren körperlichen Schäden hinterlassen. Entgegenwirken kann man dieser Krankheit mit Aktivitäten, die das Belohnungszentrum des Gehirns aktivieren, zum Beispiel Sport, Tanzen, Musik usw. (vgl. Arnold, Eysenck & Meili, 1991, S. 2436-2437).

Literatur

Arnold, W.  Eysenck, Hans J. & Meili, Richard (1991). Lexikon der Psychologie. Freiburg – Basel – Wien – Verlag Herder.

Häcker, Hartmut ; Stapf, Kurt H. (1998). Dorsch Psychologisches Wörterbuch. 13., überarbeitete und erweiterte Auflage. Bern: Verlag Hans Huber.

Häcker, Hartmut; Stapf, Kurt H. (1994). Dorsch Psychologisches Wörterbuch. 12., überarbeitete und erweiterte Auflage. Bern: Verlag Hans Huber.

Markowitsch, Hans J. (1997). Klinische Neuropsychologie. Göttingen – Bern – Toronto – Seattle: Hogrefe-Verlag.

Ohne Autor (1995). Lexikon der Psychologie. Gütersloh: Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH.

 





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