Kanonische neuronale Berechnungen

Kanonische neuronale Berechnungen sind Informationsverarbeitungsprozesse im Gehirn, die sich in ähnlicher Weise bei ganz unterschiedlichen Wahrnehmungs- und Verhaltensprozessen zeigen, und gewissermaßen Standardrechnungen unseres Gehirnes abbilden. Es lassen sich dabei mit Hilfe von Elektroenzephalografie und Magnetoenzephalografie (magnetische Aktivität des Gehirns) spezifische Frequenzmuster von Gehirnwellen (Oszillationen) gleichsam als spektrale Fingerabdrücke von kanonischen neuronalen Berechnungen nachweisen. Vermutlich treten bei phänomenologisch so verschiedenen Verhaltensvorgängen wie der Betätigung eines Lichtschalters (motorische Aktivität) und der Wahrnehmung des angeschalteten Lichts (visuelle Aktivität) dennoch ähnliche spektrale Muster auf, d.h., dass diese Abläufe mit ähnlichen kanonischen Berechnungen im Gehirn einher gehen.

Literatur

Siegel, M., Donner, T.H. & Engel, A.K. (2012). Spectral fingerprints of large-scale neuronal interactions. Nature Reviews Neuroscience, 13, 121-134.
WWW: http://www.markussiegel.net/download/siegel_nrn_2012.pdf (12-02-15)




Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:

You must be logged in to post a comment.

Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu

© Werner Stangl Linz 2017