Traum

Ein Traum bezeichnet in der Psychologie eine Abfolge von Bildern, Emotionen und Gedanken, die sich im Geist eines Schläfers oder einer Schläferin abspielt. Bemerkenswert an Träumen sind die halluzinationsartigen Bilder, die Wandelbarkeit und Inkongruenz des Traumgeschehens sowie die beinahe wahnhafte Bereitschaft des Träumenden, das Traumgeschehen und den inhaltlich oft nicht nachvollziehbaren Zusammenhang des Erlebten zu akzeptieren. Dass Träume oft wirr, gefühlstief und bizarr erscheinen, hat damit zu tun, dass das Gehirn vermutlich aus Gründen der Erholungaus das kritische Bewusstsein ausschaltet, d. h., es werden Kontrollinstanzen, die auf Logik achten, im Schlaf abgestellt. Dafür werden Gehirnareale, die Gefühle produzieren, besonders aktiv. Während der Traumphasen wird das Hormon Vasotocin  in der Zirbeldrüse gebildet, das neben dem Schlafhormon Melatonin unverzichtbar für das Träumen ist.

Zwar ist bis heute wissenschaftlich nicht genau geklärt, welchen Sinn und Zweck das Träumen überhaupt hat, denn Wissenschaftler vertreten hier teilweise sehr konträre Standpunkte, wobei sich die Argumentationspalette dabei von „Es ist vollkommen sinnlos“ über „Wir brauchen den Traum, um unsere täglichen Erlebnisse zu verarbeiten“ bis hin zu „Wir träumen, um zu vergessen und unser Gedächtnis gewissermaßen auszumisten als eine Art Selbstreinigungsmechanismus des Gehirns“ spannt.

Einige Fakten zum Traum:

  • Schlaf und Traum sind  für die Gehirnreifung erforderlich, denn Neugeborene haben besonders viele Traumphasen.
  • Träume bestehen zu mehr als der Hälfte aus Bildern, zu einem Viertel aus akustischen Eindrücken, zu zwanzig Prozent aus Körperempfindungen und zu etwa 0,5 Prozent aus Gerüchen und Geschmacksempfindungen.
  • Männer träumen doppelt so oft von Männern als von Frauen, Frauen dagegen von beiden Geschlechtern etwa gleich häufig.
  • Frauen träumen häufiger von Ereignissen in der geshlossenen Räumen, Männer hingegen eher von Situationen im Freien.
  • Kinder träumen häufiger vom Fliegen und von Tieren als Erwachsene, haben aber auch häufiger Alpträume.
  • Blinde träumen genauso intensiv wie Sehende. Wer aber vor dem 5. Lebensjahr erblindet, träumt nicht in Bildern.
  • Geräusche, Gerüche, Lichteffekte, Temperaturänderungen wie etwa vorbei fahrende Autos, das Läuten eines Weckers oder der Duft von Kaffee können Einfluss auf Traumhandlungen nehmen.
  • Was kaum je in Träumen vorkommt: Rechnen, Schreiben oder Lesen.

Arbeitsblätter über Schlaf und Traum.

Quellen
http://derstandard.at/1350259384117/Traeume-Kino-im-Kopf  (12-10-26)





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