Routine

Als Routine bezeichnet man in der Pädagogik und in der Psychologie eine Handlungsabfolge, die durch vielfältige Wiederholung zur Gewohnheit geworden ist. Wenn ein Mensch öfter mit vergleichbaren Situationen konfrontiert wird, können diese nach der Internalisierung oder Habitualisierung der zur Problemlösung notwendigen Handlungsabfolgen schneller und erfolgreicher bewältigt werden, wobei hinzukommt, dass Menschen durch Routinen eine größere Handlungssicherheit erreichen.

Jede Routine ist dabei im Gedächtnis verankert, aber auch im Lebensumfeld wie etwa in der eigenen Wohnung oder im Freundeskreis, die in diesen Situationen automatisch zur Verfügung steht. Ohne Routinen könnten Menschen ihren Alltag gar nicht bewältigen, wobei das Bewusstsein die täglichen Aufgaben gewissermaßen an kleine Agenten delegiert, die diese zielsicher und unbemerkt im Schatten des bewussten Denkens erledigen. Wer aus persönlichen Routinen ausbrechen will oder muss, weil er z. B. durch ein besonderes Ereignis wie einen Verlust oder eine Notwendigkeit aus ihnen herausgerissen wird, sollte bedenken, dass Gewohnheiten nicht nur den Alltag beherrschen sondern auch einen nicht unwesentlichen Teil der Persönlichkeit darstellen. Wer aus Routinen ausbrechen will, trifft daher in seinem Innern auf Widerstand, wobei letztlich aber jede Veränderung zu neuen Routinen führt.

Siehe dazu auch das Stichwort Gewohnheit und das Arbeitsblatt Gewohnheit.



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