Konversion

Als Konversion bezeichnet die Psychoanalyse den Umschlag einer unerledigten Affektregung wie Angst, Aggression, Wut, Ärger, Schuldgefühl, Triebwunsch etc. ins Körperliche bzw. Somatische. Es kommt dabei zur Übertragung von Affekten wie Angst, Wut, Aggression, sexueller Triebwünsche, Ärger oder Schuld etc. auf Organe. Beispiele sind etwa Erröten, Ohnmachtsanfälle, Herzklopfen, Migräne, Magenleiden, Zittern usf. Deren Charakter als Abwehrmechanismus erweist sich aus der Tatsache, dass wiederum ins Es verdrängte (d.h. unbewusste) und von dort aus wirkende Affekte in ihrem Zustand der Unbewusstheit belassen werden, weil es offenbar psychisch zu aufwendig wäre, sich ihnen zu stellen, und darum deren Manifestation im Körper in Kauf genommen wird. Eine besondere Form der Konversion ist das Affektäquivalent, bei der sich der Körper anstelle der Psyche regt wie beim Wut- oder Angstzittern. Ein bekanntes Beispiel einer Konversion ist eine unmittelbar vor Prüfungen auftretende Erkrankung.

Quelle
Brühlmeier, Arthur (2011). Die Psychoanalyse Sigmund Freuds.
WWW: http://www.bruehlmeier.info/freud.htm (11-11-01)



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