komparative Kasuistik

Die Komparative Kasuistik ist abhängig vom Untersuchungsgegenstand und eine wesentliche Methode der systematischen Informationsgenerierung etwa in der Klinischen Kinderpsychologie, denn die Komparative Kasuistik erlaubt die Erfassung aller möglicher Arten von Daten, die personengebunden sind, wobei auch externe Quellen durch verschiedene Methoden der Datenerfassung integriert werden können, etwa durch Interviews, Aktenstudium oder Beobachtung.
Die erhobenen Daten sind im Gegensatz zu Fragebogendaten konkret und vollständig, denn in Fragebögen muss per definitionem eine Vorauswahl an Merkmalen getroffen werden. Durch die Komparative Kasuistik werden auch relativ seltene Phänomene einer systematischen Erforschung zugänglich. Es besteht die Möglichkeit, die Methode auch in andere Untersuchungsansätze zu integrieren, um beispielsweise Hypothesen über die Wirkmechanismen und Moderatoren einer Behandlung zu bilden oder interessierende Einzelphänomene näher zu untersuchen. Vor allem im Hinblick auf methodische Weiterentwicklungen der psychologischen Diagnostik ist die Komparative Kasuistik gut vereinbar mit neuen Erhebungstechnologien, die eine situationsspezifische und ökologisch validere Erfassung von psychologischen Daten versprechen. Die Komparative Kasuistik ist eine iterative Such- und Prüfstrategie zur Generierung funktional relevanter Hypothesen und eine ebenfalls iterative Vorbereitungsstrategie zur Initiierung und Strukturierung empirisch fundierter Konstruktionsprozesse für adäquate Theorien über psychologisch beschreibbare Phänomene. Komparative Kasuistik ist nach Jüttemann in erster Linie eine qualitative, biographisch einzuordnende Vorgehensweise, die nicht zuletzt durch ihre theoretische Unvoreingenommenheit im Sinne einer Unabhängigkeit von immanenten Psychologiesystemen gekennzeichnet ist. Insofern ist sie daher z.B. weder verhaltenstherapeutisch noch psychoanalytisch orientiert, sondern auf die Zielsetzung einer gegenstandsangemessenen Forschung hin ausgerichtet.

Die wichtigsten Vorteile kurz zusammengefasst:

  • Die Komparative Kasuistik erlaubt die Erfassung aller möglicher Arten von Daten, die personengebunden, aber auch durch externe Quellen erhoben werden konnten.
  • Durch die Komparative Kasuistik können darüber hinaus verschiedene Methoden der Datenerfassung integriert werden (z.B. Interviewverfahren, Aktenstudium, Beobachtung).
  • Die erhobenen Daten sind konkret und vollständig, im Gegensatz zu Fragebogendaten, bei denen per definitionem eine Vorauswahl an Merkmalen getroffen wurde.
  • Durch die Komparative Kasuistik werden auch relativ seltene Phänomene einer systematischen Erforschung zugänglich.
  • Es besteht die Möglichkeit, die Methode auch in andere Untersuchungsansätze zu integrieren, um beispielsweise Hypothesen über die Wirkmechanismen und Moderatoren der Behandlung zu bilden oder interessierende Einzelphänomene näher zu untersuchen.
  • Im Hinblick auf methodische Weiterentwicklungen auf dem Gebiet der psychologischen Diagnostik ist die Komparative Kasuistik gut vereinbar mit neuen Erhebungstechnologien, die eine situationsspezifische und ökologisch validere Erfassung von psychologischen Daten versprechen.



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