soziale Hypersensibilität

Die soziale Hypersensibilität oder Hochsensibilität kennzeichnet Personen, die Schwierigkeiten haben, Kritik von anderen Menschen im Alltag, etwa bei der Arbeit oder im Privatleben, zu ertragen, wobei Hypersensible diese Kritik persönlich nehmen und sich dagegen nicht wehren können. Bei Kritik werden die Betroffenen rot, beginnen zu stottern, sind unsicher und geben rasch auf. Die soziale Hypersensibilität kann unter Umständen genetisch bedingt sein, kann aber auch zum Beispiel durch elterliche Erziehungspraktiken bedingt sein. In diesem Fall hängt es davon ab, wie Eltern das eigene Kind erziehen und ihm Zuversicht und Vertrauen vermitteln. Aber selbst dann, wenn Eltern keine verfehlten Erziehungspraktiken zeigen, besitzen manche Menschen eine neuronale Ausstattung, die sie reizbarer, empfindlicher und ängstlicher macht als andere. Sie sind oft introvertiert, meiden Überstimulation und leiden unter komplexen sozialen Situationen.

Die Hypersensibilität gegenüber Ablehnung behindert Betroffene besonders in Beziehungen zu Partnern oder Freunden, zu jenen Menschen also, von denen man  Zuspruch und Anerkennung erwartet. In Partnerschaften mit einem übersensiblen Partner muss der nicht so sensible Part oft völlig in den Hintergrund treten, um den anderen zu schonen und nicht zu verletzen. Übersensible Frauen reagieren dabei eher mit Liebesentzug, mit Vorwürfen und Anklagen, während Männer eher mit Eifersucht und heftigen Gefühlsausbrüchen reagieren, wobei in beiden Fällen mit Stressreaktionen reagiert, also mit Alarmreaktionen, die sonst nur bei  Bedrohungen oder Gefahren mobilisiert werden. Es kommt dabei zu erhöhtem Blutdruck, flacherem Atem und Muskelanspannung, immer bereit zu Kampf oder Flucht, in jedem Fallejedoch zu schnellem Handeln, um die vermeintliche Bedrohung abzuwehren.





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