humanistische Psychologie

Die humanistische Psychologie kennzeichnet eine Auffassung von Psychologie, bei der das Wachstumspotenzial gesunder Menschen betont wird und nicht so sehr die psychischen Schwächen im Mittelpunkt stehen. Die humanistische Psychologie grenzt sich sowohl vom Behaviorismus als auch von der Psychoanalyse ab und bezeichnet sich so als „dritte Kraft“ der Psychologie. Die humanistische Psychologie entwickelt  die Hoffnung, das Wachstum einer Persönlichkeit fördern zu können, indem nur  Methoden, die auf die individuelle Person zugeschnitten waren,  zur Untersuchung der Persönlichkeit genutzt werden. Der Psychologe soll allem Seelischen ohne voreilige Deutung, Wertung oder Kritik mit derselben Aufmerksamkeit begegnen. Auf Grundlage der Humanistischen Psychologie sind mehrere Therapie- und Beratungsformen entwickelt worden.

Charlotte Bühler, Abraham Maslow und Carl Rogers sind bedeutende Vertreter der humanistischen Psychologie, in der  die menschlichen Bedürfnisse, nach Maslow hierarchisch geordnet, als entscheidend für die Motivationen des Menschen betrachtet werden. Sind Bedürfnisse wie Nahrung, Schutz, soziale Anerkennung befriedigt, kann der Mensch sein höchstes Gut, die Selbstverwirklichung erreichen.

Die Wurzeln der Humanistischen Psychologie lassen sich unschwer auf die europäischen Traditionen der Phänomenologischen Psychologie, der Psychologischen Anthropologie und auf die Leipziger Ganzheitspsychologie zurückführen. Größere Ähnlichkeiten finden sich in der Reformpädagogik (Georg Kerschensteiner, Peter Petersen, Maria Montessori) und zur geisteswissenschaftlichen Psychologie, da bei diesen Richtungen die starke Betonung der Eigengesetzlichkeit menschlichen Denkens und Handelns und die Annahme dynamischer Kräfte im Menschen im Mittelpunkt stehen.





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