generalisierte Angststörung

Die generalisierte Angststörung  ist eine Angststörung, bei der Betroffene kontinuierlich angespannt und besorgt sind, was mit einer anhaltenden Erregung des autonomen Nervensystems einhergeht. Man nennt sie daher auch Sorgenkrankheit, wobei diese Menschen nicht wegen tatsächlicher Probleme krank vor Sorge sind, sondern wegen der unkontrollierbaren Sorgen selbst. Übermäßige und unkontrollierbar erscheinende Sorgen und die damit verbundene Anspannung und ängstliche Erwartung können für Betroffene jedoch zu einer starken Belastung werden, die sich auf den Beruf und den privaten Alltag auswirkt. Sorgeninhalte sind häufig die eigene Gesundheit oder die Gesundheit der Angehörigen, der Beruf, die finanzielle Situation, die Partnerschaft, aber auch alltägliche Belastungen wie Termine oder der Einkauf. Gedanken über mögliche schlimme Ereignisse in der Zukunft und wie diese verhindert werden könnten reihen sich aneinander. In der Folge sind die Betroffenen ängstlich und dauerhaft anspannt. Die Befürchtungen und Sorgen beziehen sich typischerweise auf verschiedene Themen. Die Inhalte wechseln auch häufig. Die Betroffenen fühlen sich von ihren Sorgen immer wieder überwältigt und empfinden sie als unkontrollierbar. Neben Angst und Anspannung wird das Sorgen begleitet von Ruhelosigkeit, die Personen fühlen sich wie „ständig auf dem Sprung“, sind manchmal auch reizbar. Das Ein- oder Durchschlafen wird durch das viele Sorgen erschwert; der Schlaf ist unruhig und wenig erholsam. Betroffene ermüden leichter und haben Schwierigkeiten sich zu konzentrieren.

Nach Schätzungen sind etwa zwei bis drei Prozent der Menschen davon betroffen, in der Regel solche, die ohnehin grundsätzlich eher ängstlich oder pessimistisch gestimmt sind. Etwa 5% der Menschen leiden irgendwann im Laufe ihres Lebens daran, wobei Frauen  etwa doppelt so häufig betroffen sind wie Männer. Die generalisierte Angststörung kann in jeder Lebensphase beginnen, mit zunehmendem Lebensalter steigt aber die Wahrscheinlichkeit, daran zu erkranken. Sie tritt bei etwa 70 % der Betroffenen zusammen mit anderen Problemen auf, wie z.B. anderen Angststörungen oder depressiven Störungen.

Quelle
http://wwwpsy.uni-muenster.de/Sorgenambulanz/Stoerungsbild.html (11-09-21)




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