blinder Fleck

Der blinde Fleck (blind spot) bezeichnet jenen Punkt der Netzhaut des Auges, an dem der Sehnerv das Auge verlässt und ein »blinder« Fleck entsteht, da hier keine Rezeptorzellen vorhanden sind. Der Begriff wird aber auch in der Psychologie metaphorisch verwendet, etwa um die eingeschränkte Wahrnehmung eines Menschen zu beschreiben.

Es gibt auch die Blindheit durch Unaufmerksamkeit, wobei hier die Unfähigkeit bezeichnet wird, deutlich sichtbare Objekte zu sehen, wenn sich die Aufmerksamkeit auf andere Dinge richtet.

Als blinder Fleck wird in der Psychologie aber auch die Tendenz von Menschen bezeichnet, die Seiten an sich selbst, die sie nicht wahrnehmen können oder wollen, zu ignorieren.  Solche Menschen sind quasi blind für gewisse Eigenschaften oder Persönlichkeitsmerkmale, die sie haben, d.h., es besteht ein Unterschied zwischen Selbstbild und Fremdbild. Eine besonders extreme Form eines blinden Flecks ist das Bild, das Magersüchtige von sich haben, denn diese sehen sich als übergewichtigt an, obwohl sie deutlich untergewichtig sind.




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