Testbatterie

EIne Testbatterie ist eine Kombination mehrerer Einzeltests bzw. Untertests, die in ihrer Gesamtheit ein komplexes Merkmal erfassen wollen. Jeder Einzeltest erfasst einen Teilaspekt des Merkmals z.B. der Intelligenz, die Gesamtheit der Untertests strebt eine umfänglich valide Testaussage über eine Person an. Teststatistisch ist von den Untertests eine hohe Reliabilität zu fordern, während die Validität primär ein Anliegen des Gesamttests ist.

1. Definition

„Bei der Testbatterie werden mehrere Einzeltests miteinander kombiniert. Die einzelnen Aufgaben verlieren bei der Zusammenschmelzung zu einer Testbatterie ihre Eigenständigkeit und werden für ein gemeinsames Ziel eingesetzt“ (Lienert & Raatz, zit. nach Kretzschmar, 2006, S. 3).

2. Definition

Es gibt grundsätzlich zwei Varianten von Testbatterien. Erstens die homogenen Testbatterien. Sie beinhalten verschiedene vom Thema und Aufbau ähnliche Tests und unterscheiden sich von einem regulären Test dadurch, dass sie im Umfang ausgeprägter sind. Das Ziel ist es eine genaueres Einzelergebnis zu erhalten. Zweitens die heterogenen Testbatterien. Ihr Inhalt ist voneinander abweichend und führt in der Gesamtheit zu einem Zusammenfassenden Ergebnis (vgl. Kretzschmar, 2006, S. 4).

3. Definition

„Der […] Amthauer – Test aus dem Bereich der Intelligenztests ist zum Beispiel eine solche Testbatterie. Er besteht aus einzelnen Aufgabengruppen, die jeweils einen Bereich der Intelligenz – etwa räumliches Vorstellungsvermögen, sprachliches Denken oder Kombinationsfähigkeit – abdecken. In Summe ergeben die verschiedenen Aufgaben das Intelligenzprofil. Am häufigsten finden wir Testbatterien bei den Intelligenztests sowie Berufs- und Leistungstests“ (Brenner, 2005, S. 39).

4. Definition

„Im deutschen Sprachraum wird in der klinischen Neuropsychologie häufig die Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung (TAP) eingesetzt. Daneben gibt es noch weitere Testbatterien, z.B. die neue Testbatterie für Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsfunktionen (WAF) von Sturm (2007). Beide Testbatterien sind computergestützt und unterscheiden sich in ihren Anforderungen und Normierungen voneinander“ (Zimmermann, zit. nach Frommelt, 2010, S. 156)

5. Definition

In der Praxis werden unzählige verschiedene Arten von Testbatterien angewendet. In der Erkennung von Alzheimer und Demenz gibt es die CERAD Testbatterie als Screeningmethode, die gegen Ende der 80er Jahre eingeführt wurde. Des weiteren gibt es zur Erkennung von Demenz die sogenannte RBANS – Batterie von Randolph (1998) die im Vergleich zur CERAD Batterie eine genauere Gedächtnisüberprüfung beinhaltet (vgl. Engel & Satzger, 2005, S. 447).

Verwendete Literatur

Brenner, D. & Brenner, F. (2005). Einstellungstests sicher bestehen. Freiburg: Haufe-Lexware GmbH & Co. KG.

Engel, R. R. & Satzger, W. (2005). Psychologische Testdiagnostik. In Möller, H. J., Laux, G. & Kampfhammer, H. P.. Psychiatrie & Psychotherapie. 2. Auflage. Sonderausgabe. (S. 424-451). Heidelberg: Springer Medizin Verlag.

Frommelt, P. & Lösslein, H. (2010). Neuro-Rehabilitation. Ein Praxisbuch für interdisziplinäre Teams. Berlin: Springer Medizin.

Kretzschmar, I. A. (2006). Psychometrische Testverfahren. Testbatterie CERAD. Studienarbeit. Norderstedt: GRIN Verlag.





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