Grenzmethode

Die Grenzmethode oder Methode der eben merklichen Unterschiede gehört zu den klassische Methoden der Psychophysik. Der Versuchsleiter bietet dem Beobachter verschiedene Reize dar und  fragt ihn, ob er diese entdecken könne. Die Reize werden in aufsteigender oder in absteigender Reihenfolge präsentiert.  Beim ersten Versuchsdurchgang zeigt der Versuchsleiter einen Reiz , der über der Schwelle liegt, so dass der Proband ihn eindeutig wahrnimmt. Die Veränderung der Antwort von Ja zu Nein stellt den Übergangspunkt dar. Und als Schwellenwert für diesen Durchgang gilt der Mittelwert ist der Mittelwert aus der beiden Werten um den Übergangspunkt. Das Verfahren wird nun in umgekehrter Richtung wiederholt, man beginnt nun unterhalb der Schwelle und steigert die Intensität bis die Versuchsperson den Reiz wahrnimmt. Beide Durchläufe, absteigende und aufsteigende , werden noch mal wiederholt und die Schwelle als Mittelwert der Übergangswerte aller Durchläufe berechnet. Man bietet bei der Grenzmethode die Reize sowohl in aufsteigender wie auch in absteigender Reihenfolge dar, weil man dem Fehler der Perseverationstendenz entgegenwirken will. Von einer Perseverationstendenz spricht man, wenn der Beobachter dazu neigt, aufeinanderfolgend in derselben Art und Weise zu antworten. Bei der Grenzmethode hebt sich also der Fehler, der durch diese Tendenz entstehen kann auf.

Quelle: http://solokabarett.blogspot.com/2011/02/klassische-methoden-der-psychophysik.html (10-03-21)




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