Initiationsritus

Ein Initiationsritus ist ein festgelegter Ablauf von Handlungen, in dem der Übergang eines Individuums vom Kind bzw. Jugendlichen zum Erwachsenen, die Aufnahme von jemandem in eine Gruppe oder auch die Einweihung in ein Geheimnis begangen wird, die „Initiation„. Eine Initiation bezeichnet also die Einführung eines Außenstehenden (Anwärters) in eine soziale Gemeinschaft oder seinen Aufstieg in einen anderen Seinszustand wie eben vom Kind zum Erwachsenen, vom Novizen zum Mönch bzw. zur Nonne oder vom Laien zum Schamanen bzw. zur Schamanin. Der Hauptfall der Initiation ist die Pubertäts- und Stammesinitiation der Stammesgesellschaften und die daraus hervorgegangene Initiation der antiken Mysterienkulte. Der Schritt ins Erwachsenenleben ist für einen Äthiopier z.B. ein Sprung über eine Reihe von Rindern. Ein Zentralafrikaner muss sich auf einen Baum wagen, um an Honig für seinen Stamm zu kommen. Initiationsriten entstammen im Wesentlichen der archaischen Vergangenheit der Menschheit. Dass es solche Riten in allen Kulturen gibt, sagt nichts über deren Notwendigkeit, doch kann man vermuten, dass Menschen solche Riten benötigen, damit sie einerseits nicht mehr oder weniger lange Zeit in für sie ungewissen Zwischenwelten leben. Besonders wichtig scheinen diese Riten bei allem zu sein, was mit Sexualität zu tun hat.





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