Illusion

Illusionen bezeichnen den Zustand, dass etwas Reales/wirklich Vorhandenes verkannt bzw. als etwas anderes wahrgenommen/fehlgedeutet (z. B. Sträucher werden im Dunkeln als Personen verkannt) wird. Begünstigende Faktoren ist etwa Erwartungshaltung durch starke Affekte (z. B. Angst), Übermüdung, Fieber, Unschärfe/mangelnde Kontrastierung des Objektes.
Tritt auch im normalpsychologischen Bereich auf, daher nicht per se pathologisch; bei Schizophrenien gelegentlich Illusionen im akustischen Bereich, bei organischen Psychosen eher im optischen Bereich. Die Abgrenzung zu Pareidolien (tatsächlich vorhandene Gegenstände werden zu neuen Erscheinungen umgeformt bzw. es wird Nichtvorhandenes hineingesehen, z. B. Gesichter in Wolken). Pareidolien werden i. d. R. nicht vom Affekt beeinflusst, Gegenstand und Phantasiegebilde bestehen nebeneinander und können durch den Betrachter auseinandergehalten werden. Kommen v. a. bei starker Übermüdung vor.



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