Dysphorie

Als Dysphorie wird eine Störung des emotionalen Erlebens bezeichnet, wobei es sich in der Regel um eine normale Alltagsverstimmung ohne Krankheitswert handelt. Betroffene erleben sich als unzufrieden, schlecht gelaunt, misslaunig oder missgestimmt, gereizt, mürrisch, verdrossen oder verärgert bzw. werden von anderen so wahrgenommen.  Dysphorie bezeichnet also eine bedrückte, traurige, meist auch mürrische und missmutige Grundstimmung, die häufig mit Gereiztheit verbunden ist, und ein eher unspezifisches Symptom bei Schizophrenien, Manien, organischen psychischen Erkrankungen, speziell bei hirnorganischen Erkrankungen, Intoxikationen bzw. Entzugssyndromen oder bei bestimmten Persönlichkeitstörungen (z. B. bei der paranoiden Persönlichkeitsstörung) darstellt.

Im Gegensatz zur Euphorie tritt sie vor allem als prämenstruelle Dysphorie auf und umfasst unterschiedliche Beschwerden, die Frauen vor dem Eintreten der Regelblutung (Stimmungsschwankungen, Ängste, Depressionen, Erschöpfung, Kreislaufbeschwerden oder Kopfschmerzen) zeigen, und als  postpartale Dysphorie – manchmal auch als Babyblues oder Wochenbettdepression bezeichnet -, wobei es sich um psychische Veränderungen unmittelbar nach der Geburt eines Kindes handelt (Reizbarkeit, Ängstlichkeit, Traurigkeit und Stimmungsschwankungen).




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