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Mere Urgency Effect

Im Alltag stehen Menschen oft vor der Wahl zwischen Aufgaben unterschiedlicher Dringlichkeit und Bedeutung, wobei die Menschen normalerweise dringende Aufgaben mit kurzen Erledigungsszeiträumen bevorzugen, statt wichtige Aufgaben mit größeren Ergebnissen anzugehen, da wichtige Aufgaben schwieriger sind und weiter von der Zielerfüllung entfernt sind, d. h., Menschen wollen lieber dringende Aufgaben zuerst erledigen und dann später an wichtigen Aufgaben arbeiten.

Menschen haben nach dem Mere Urgency Effect (Dringlichkeitseffekt) die Tendenz, Dringlichkeit über Wichtigkeit zu stellen, d. h., alles, was die Nähe zum Erfolg garantiert oder auch nur vortäuscht, funktioniert. Dieser in Experimenten (Zhu, Yang & Hsee, 2018) dokumentierte Dringlichkeitseffekt verstößt dabei gegen das Grundprinzip, objektiv schlechtere Optionen gegenüber objektiv besseren Optionen zu wählen. Menschen verhalten sich, als hätte die Verfolgung einer dringenden Aufgabe ihren eigenen Reiz, unabhängig von ihrer objektiven Konsequenz. Dieser weitgehend unbewusste Mechanismus, ist grundsätzlich sinnvoll, denn er führt dazu, dass Menschen sich jenen Aufgaben zuwenden, die in der nahen Zukunft anstehen.

Im Alltag tritt der Mere urgency effect eher selten auf, denn meist spielen bei Entscheidungen zwischen Aufgaben auch andere Aspekte mit, etwa wenn eine Arbeit unangenehm ist.

Literatur

Zhu, Meng, Yang, Yang & Hsee, Christopher K. (2018). Journal of Consumer Research, 45, 673–690.



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