Apraxie

Apraxie ist eine neuropsychologische Störung der Ausführung willkürlicher, zielgerichteter und geordneter Bewegungen, oft aufgrund einer Läsion in der parietalen Region der sprachdominanten Hemisphäre. Die allgemeine Apraxie bezeichnet also eine Störung der Bewegung, die nicht durch einen schwachen Muskeltonus, intellektuelle Verwirrtheit oder andere Bewegungsstörungen hervorgerufen ist, sondern durch eine Störung der Verbindungen zwischen dem parietalen Cortex und dem motorischen Cortex. Apraxie tritt häufig gemeinsam mit Aphasie auf. Apraxien werden übrigens bei Frauen hauptsächlich bei Schädigungen der vorderen linken Hirnhälfte hervorgerufen und bei Männern bei solchen der hinteren Regionen. Sie gehen zudem mit Sprachstörungen einher.

Die konstruktive Apraxie bezeichnet eine Störung von gestaltenden Handlungen, die unter visueller Kontrolle ausgeführt werden, ohne dass primär sensorische Ausfälle vorliegen. Betroffene haben Schwierigkeiten Gestaltungsaufgaben wie Mosaik- oder Puzzleaufgaben zu lösen, da ihre visuell-räumlichen Fähigkeiten eingeschränkt sind.

Die okuläre Apraxie bezeichnet eine massive Störung der Steuerung der Augenbewegungen, bei der der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, seinen Blick zu ­steuern bzw. auf ein Objekt gerichtet zu halten, wobei das Gesehenes  örtlich nicht lokalisiert werden kann.





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