Paramnesie

Paramnesien sind Trugerinnerungen bzw. Erinnerungsverfälschungen oder –täuschungen, etwa in der Form von falschem Wiedererkennen (schon einmal gesehen »Déjà vu« oder erlebt »Déjà vécu«) oder Fremdheit gegenüber eigentlich Vertrautem (noch nie gesehen »Jamais vu«) auftritt, wobei gleichzeitig aber das Wissen vorhanden ist, dass es sich um eine Täuschung handelt. Findet sich vor allem im normalpsychologischen Bereich etwa in Erschöpfungszuständen, aber auch bei beginnenden Schizophrenien, Manien, Epilepsien und anderen organischen Störungen, Dazu gehören u.a.

  • Ekmnesie: Störung des Zeiterlebens bzw. der zeitlichen Einordnung, wobei die Vergangenheit als Gegenwart erlebt wird (z. B. bei Demenzen und in affektiven Ausnahmezuständen)
  • Hypermnesie: gesteigerte Erinnerungsfähigkeit (z. B. unter Drogeneinfluss, aber auch bei schweren schizophrenen Psychosen)
  • Flashbacks: für Sekunden bis Minuten anhaltende, intensiv erlebte »szenische Nachhallerinnerungen«, wobei diese als wiederkehrendes Rauscherlebnis (Echorausch) nach Drogenerlebnissen (Halluzinogenen) ohne erneute Drogeneinnahme oder als Wiedererleben traumatischer Erlebnisse bei posttraumatischen Belastungsstörungen auftreten. Sie werden in der Regel durch Schlüsselreize ausgelöst.
  • Intrusionen: sich aufdrängende Erinnerungen an ein traumatisches Erlebnis, ist charakteristisch bei posttraumatischen Belastungsstörungen.




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