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diskriminativer Stimulus

Beim operanten Lernen können Reize eine Rolle spielen, die dem Verhalten vorausgehen, denn diese Reize können anzeigen, ob einem bestimmten Verhalten eine bestimmte Verstärkung folgen wird (positiver diskriminativer Reiz) oder nicht (negativer diskriminativer Reiz). Wenn ein bestimmtes Verhalten von diskriminativen Reizen beeinflusst wird, dann ist das Verhalten unter Stimuluskontrolle.

Experimentell kann man das dadurch erzeugen, dass ein Versuchstier z.B. nur dann für das Drücken eines Hebels belohnt wird, wenn vorher ein Licht aufleuchtet. Äußerlich kann dann beobachtet werden, dass das Licht das Hebeldrücken offenbar auslöst, doch führt das Licht nur dazu, dass vom Versuchstier in dieser Situation für das Hebeldrücken eine Belohnung erwartet wird. Die diskriminativen Reize rufen das Verhalten also nicht hervor, sondern besitzen lediglich einen Informationswert bezüglich zu erwartender Verstärkungen.

Im Alltag finden sich zahlreiche Beispiele für Verhalten, das unter Stimuluskontrolle ist, denn so scheint der Anblick einer Zigarettenschachtel oft unmittelbar den Griff zur Zigarette auszulösen, tatsächlich führt der Anblick jedoch zu der Erwartung eines belohnenden Ereignisses, wenn der Griff zur Zigarette bzw. das Rauchen der Zigarette erfolgt (Stangl, 2001).

Diskriminative Stimuli sind in der Hundeerziehung ein wichtiger Bestandteil und bezeichnen Reize wie Sichtzeichen, Töne, Kommandos), die einem vom Besitzer erwünschten Verhalten vorausgehen und dem Hund anzeigen bzw. ankündigen, dass auf ein bestimmtes Verhalten eine Konsequenz folgen wird, entweder positiv oder negativ.

Aus der Perspektive des Tieres können diskriminative Stimuli die Informationen vermitteln, wann es etwas tun soll, wann eine bisher erfolgreiche Reaktion, ein erwünschtes Verhalten, auszuführen ist oder nicht, wenn ein Verhalten für das Tier Erfolg bringt oder ergebnislos bleibt. Dazu bedient sich der Hund Hinweisreizen, die ihm anzeigen, wann eine bestimmte Reaktion erfolgreich sein wird. Diskriminative Stimuli sind verknüpfte Assoziationen zwischen Kommandos, Sichtzeichen oder Tönen und einer Belohnung und werden somit zu Hinweisen auf eine Chance für das Tier, etwas richtig zu machen. Ein diskriminativer Reiz löst also ein Verhalten des Tieres nicht direkt aus, gibt einen Hinweis darauf, was es tun kann.

Literatur

Stangl, W. (2001). Operante und instrumentelle Konditionierung. [werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNEN/KonditionierungOperant.shtml (2001-11-09)



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