Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript. Hier finden Sie die Anleitung wie Sie JavaScript in Ihrem Browser einschalten.

Vernunft

Wenn der Mensch so viel Vernunft hätte wie Verstand, wäre vieles einfacher.
Linus Pauling

Als Vernunft bezeichnet man im Allgemeinen die geistige Fähigkeit des Menschen, Einsichten zu gewinnen, sich ein Urteil zu bilden, die Zusammenhänge und die Ordnung des Wahrgenommenen zu erkennen und sich in seinem Handeln danach zu richten. Während die klassische Auffassung von Vernunft noch eine umfassende Ordnung bedeutete, in der alles nach einem vorgegebenen und unwandelbaren Maßstab eingeordnet ist, zerbricht in der Neuzeit diese totalisierende Geste und zerfällt in einen Plural von Rationalitäten, der Raum für Kontingentes, Unbestimmtes und Heterogenes eröffnet.

Soweit sich die Vernunft auf Prinzipien des Erkennens und der Wissenschaften richtet, spricht man meist von theoretischer Vernunft, ist die Vernunft aber auf das Handeln oder die Lebenshaltung ausgerichtet, folgt sie den Prinzipien praktischer Vernunft, die sich in moralischen Fragen an Werten und zur Steigerung der Effizienz am ökonomischen Prinzip orientieren kann.

Der verwandte Begriff des Verstandes wird heute für jene Fälle vernünftigen Handelns gebraucht, in denen Phänomene gesondert betrachtet werden, abgelöst vom größeren umfassenden Zusammenhang. In der Umgangssprache werden die beiden Begriffe allerdings nicht streng voneinander unterschieden.

Nach Antonio Damasio hängt die Vernunft von der Fähigkeit ab, Gefühle zu empfinden, denn Empfindungen sind seiner Meinung nach gewissermaßen die Wahrnehmungen der Körperlandschaft, wobei der Körper das Bezugssystem neuronaler Abläufe bildet (Stangl, 2018).

Der Begriff der Vernunft hat sich in den Zeitläuften stets verändert und in seiner modernen Verwendung umfasst das Vermögen menschlichen Denkens, aus den im Verstand durch Beobachtung und Erfahrung erfassten Sachverhalten allgemein gültige Zusammenhänge der Wirklichkeit erschließen zu können durch Schlussfolgerungen, deren Bedeutung zu erkennen, Regeln und Prinzipien aufzustellen und danach zu handeln.

Literatur

Stangl, W. (2018). Unterschied zwischen Emotion und Gefühl. Werner Stangls Arbeitsblätter-News.
WWW: http://arbeitsblaetter-news.stangl-taller.at/unterschied-zwischen-emotion-und-gefuehl/ (2018-09-21).
https://de.wikipedia.org/wiki/Vernunft (14-11-21)



Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:

Weitere Seiten zum Thema



You must be logged in to post a comment.



Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu

© Werner Stangl Linz 2018