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Geruchshalluzination

Das Phänomen der Geruchshalluzinationen, olfaktorische Halluzinationen bzw. Phantomgerüche ist gar nicht so selten, denn etwa jeder fünfzehnte Erwachsene nimmt Düfte und Gerüche wahr, für die sich auch nach Quellensuche keine Ursache finden lässt und die daher als nicht existent gelten müssen. Der Betreffende glaubt dabei, einen bestimmten und meist äußerst unangenehmen Geruch wahrzunehmen, wie einen ekelerregenden Gestank, Gas- oder Benzingeruch oder den Geruch nach Fäulnis oder Verwesung. Daher werden Phantomgerüche eher selten als angenehm beschrieben, sondern meist als unangenehm charakterisiert.

Geruchshalluzinationen treten oft gemeinsam mit Geschmackshalluzinationen (gustatorische Halluzinationen) auf, denn in der Regel wird ein unangenehmer Geschmack wie salzig, seifenartig, schwefelig oder fäkalisch wahrgenommen.

Frauen berichten dabei häufiger über nicht vorhandene Gerüche als Männer. Mit zunehmendem Alter lassen die falschen Geruchswahrnehmungen nach, was auch mit der Geruchsempfindlichkeit und einem schleichenden Verlust an Geruchsnerven zu tun hat, bzw. einer generell verringerten Sinneswahrnehmung.

Die Ursachen für olfaktorische Halluzinationen ist allerdings noch unklar, man vermutet aber, dass jene Nerven, die Gerüche zum Gehirn weiterleiten, leicht zu irritieren sind und Fehlsignale senden. So treten Phantomgerüche häufiger nach Schädel-Hirn-Verletzungen, Bewusstlosigkeit oder chronischen Entzündungen im Kopfbereich auf. Nach Ansicht mancher Experten kann es auch an überaktiven Sinneszellen in der Nasenhöhle liegen oder an einer Fehlfunktion in jener Hirnregion, in der die Nervensignale verarbeitet werden.



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