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emotionale Transparenz

Emotionale Transparenz bezeichnet das unmittelbare und aufrichtige Zeigen eigener innerer Stimmungen und die Unmittelbarkeit und Ehrlichkeit verbaler Äußerungen. Diese emotionale Transparenz hat eine für das soziale Zusammenleben regulierende Bedeutung, hilft Vertrauen zu stiften und Bindungen zu festigen. Vertrauen und Bindung wirken dabei aggressionshemmend, und besonders in Situationen, in denen Menschen gruppenwürdig und freundschaftswürdig erscheinen wollen, geben sie sich besonders transparent, z.B. bei einem Akt der Versöhnung aber auch bei der Anbahnung einer Beziehung.

Emotionale Transparenz wird gerne als das Tragen des Herzens auf der Zunge bezeichnet, und emotionale Transparenz zu besitzen bedeutet, bereit zu sein, seine wahren Gefühle mit anderen zu offen zu teilen. Dies erfordert einerseits Mut, zeigt aber demonstrativ die innere Bereitschaft, seine wahren Gefühle mit anderen zu teilen. Die Bindung in einer Freundschaft oder einer intimen Beziehung kann wesentlich davon abhängen, ob beide Individuen in diesem Sinne ihren Schutz aufgeben können oder nicht. Sowohl romantische Beziehungen als auch die meisten zwischenmenschlichen Beziehungen werden von dieser Fähigkeit beeinflusst. Emotionale Transparenz lässt einen Menschen oft verwundbar und ungeschützt vor dem persönlichen Urteilsvermögen seiner Umgebung erscheinen. Intime Beziehungen basieren auf grundlegenden Konzepten von Vertrauen, Ehrlichkeit und Kommunikation, wobei wenn emotionale Transparenz in solchen Beziehungen fehlt, werden die wahren Gefühle oft hinter erzwungenen oder gefälschten emotionalen Signalen verborgen.

Vor allem kleine Kinder zeigen spontan emotionale Transparenz, denn sie erlauben es ihrem Körper, insbesondere ihrer Mimik, auf jede Situation natürlich und authentisch zu reagieren. Wenn ein Kind ängstlich oder verärgert ist, weint es, wenn ein Kind glücklich ist, lächelt es. Dies macht es Menschen, die sich um ein Kind kümmern müssen, leichter, die Emotionen des Kindes zu erspüren. Es ist übrigens typisch für Kinder als Opfer von Missbrauch, dass diese dazu neigen, früh im Leben Sicherheitsvorkehrungen gegenüber Erwachsene zu entwickeln.

Nach außen hin legen viele Menschen heute Wert auf Ehrlichkeit und emotionale Transparenz, vermutlich auch deshalb, weil sie diese immer weniger bekommen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Kinder schon früh dazu erzogen werden, ihre wahren Gefühle zu verbergen, und auch durch eigene Erfahrung lernen, dass Täuschen und das Verschleiern von Empfindungen leicht zu bewerkstelligen sind und in vielen Fällen zum Erfolg führen.



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