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kollektiver Narzissmus

Als kollektiven Narzissmus bezeichnet man das Phänomen, dass manche Gesellschaften zu kollektiver Selbstüberschätzung neigen, indem sie ihrer Gemeinschaft eine einzigartige Stellung unter allen anderen zuweisen. Insbesondere in Bezug auf Nationen kann dieses Phänomen beobachtet werden, wenn etwa Bürger Russlands der Ansicht sind, dass 61 Prozent der weltgeschichtlichen Entwicklung direkt auf den Einfluss ihres Staates zurückzuführen ist.

Schon als Individuum neigen Menschen dazu, ihre eigenen Leistungen zu überschätzen, doch da nationale Narrative meist aus historischen Errungenschaften bestehen, treibt dies die Hybris einer Gruppe nach dem gleichen Muster an, wobei eine solche Form kollektiver Geltungssucht Aggressionen befeuern kann. Wie für selbstverliebte Individuen gilt für narzisstische Gruppen, dass wer sich allzu großartig findet, sich auch allzu leicht kränken lässt.

Literatur

Zaromb, Franklin, Liu, James, Hanke, Katja, Putnam, Adam, L Roediger III, Henry & Páez, Darío (2017). We made history: Citizens of 35 Countries Overestimate their Nation’s Role in World History. Journal of Applied Research in Memory and Cognition, doi:10.1016/j.jarmac.2018.05.006.



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