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Brain Computer Interface

Als Brain Computer Interfaces oder Gehirn-Computer-Schnittstellen bezeichnet man die Verknüpfungen von menschlicher mit Künstlicher Intelligenz. Durch ein Brain Computer Interface wird ohne Aktivierung des peripheren Nervensystems, wie etwa die Nutzung der Extremitäten, eine Verbindung zwischen dem Gehirn und einem Computer ermöglicht. Mit Hilfe von Elektroden, die entweder in das Gehirn implantiert (invasiv) oder von außen an den Kopf (nichtinvasiv) angelegt werden, kann man die Gehirnaktivität messen, entweder wie beim EEG durch die Messung der Spannungsveränderungen auf der Kopfhaut oder durch die Neuronenaktivität in verschiedenen Gehirnarealen. Über ein Kabel werden die gemessenen Gehirnsignale an einen Computer weitergeleitet, der sie in konkrete Befehle umwandelt.

Brain-Computer-Interfaces basieren auf der Annahme, dass schon die Vorstellung eines Verhaltens messbare Veränderungen der elektrischen Hirnaktivität auslöst. So können derzeit in Experimenten Elektroden die Absicht eines Probanden erkennen, indem sie eine Aktivität im motorischen Zentrum des Gehirns wahrnehmen, und das Signal an den Computer übertragen, der dann etwa dafür sorgt, dass sich der Daumen eines Roboterarms bewegt.

Die wichtigste Anwendung finden Brain-Computer-Interfaces in der Unterstützung körperlich behinderter Menschen.

Siehe auch Brain-Machine-Interfaces.


Historisches: Fünfzehn Jahre hat der britische Buchdrucker und Bastler John Clark an einer Maschine – der  ‚Eureka‘ Latin Verse Maschine – gearbeitet und diese 1845 vorgestellt, die lateinische Hexameter generieren konnte. Über eine aus Rädern, Spulen und Federn bestehende Mechanik wurden Buchstaben zu Wörtern zusammengebaut und nach syntaktischen Regeln in einen von sechs freien Slots platziert. Betätigte man einen Hebel, begann die Maschine zu arbeiten und gab in einem Sichtfenster einen Vers aus, wobei sie etwa einen Vers pro Minute schaffte. Die Maschine kann als Vorläufer der modernen Schreibmaschinen oder Rechenmaschinen bezeichnet werden und war typisch für die im 19. Jahrhundert beliebten Automaten und Rechenmaschinen. Diese Methode der Verserstellung war nicht Clarks Erfindung, denn bereits 1677 hatte ein John Peter das Werk „Artificial Versifying, A New Way to Make Latin Verses“ veröffentlicht, wobei Clarks Beitrag darin bestand, diesen Prozess vollständig zu automatisieren.


Literatur

https://de.wikipedia.org/wiki/Brain-Computer-Interface (17-11-47)
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Eureka (17-11-47)



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