intermittierende Verstärkung

Unter intermittierender oder auch partieller Verstärkung versteht man in der Lernpsychologie die nur gelegentliche Verstärkung einer Reaktion. Eine intermittierende Verstärkung führt zu langsamerem Erlernen einer Reaktion, ist aber deutlich löschungsresistenter als eine durch kontinuierliche Verstärkung erlernte Reaktion.

Ein wesentlicher Aspekt der Wirksamkeit eines Tokensystems besteht im Übergang von kontinuierlicher zu intermittierender Verstärkung. Zum einen ist kontinuierliche Verstärkung außerhalb eines psychologischen Labors kaum möglich, zum anderen führt die intermittierende Verstärkung zu größerer Persistenz des Verhaltens (Stangl, 2018).

Dieses Prinzip der Verhaltensänderung durch unmittelbare, variable Belohnungen lässt sich auch bei Glücksspielautomaten beobachten, wobei einige Experten diesen Mechanismus für suchtauslösend halten. Es geht bei dieser intermittierenden Verstärkung darum, in der richtigen Art und Weise mit dem Belohnungssystem des menschlichen Gehirns zu interagieren, d. h., es geht um den Kick der Überraschung. Wenn die Belohnung zufällig verteilt ist, bleiben Menschen länger dabei und wiederholen das auslösende Verhalten öfter.

Literatur

Stangl, W. (2018). Anwendung der operanten und instrumentellen Konditionierung. [werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNEN/KonditionierungToken.shtml (2018-05-28).



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