Paradoxe Intention

Die Methode der paradoxen Intention ist  dabei eine der besten und am raschesten wirkende Techniken bei sozialen Ängsten und ist eine kognitive Technik der Logotherapie Viktor Frankls. Dabei werden absichtlich jene Symptome provoziert oder zumindest simuliert, die Menschen mit sozialer Phobie aus Angst vor Auffälligkeit am meisten fürchten. Paradoxe Interventionen durchbrechen das Muster des Nicht-Auffallen-Wollens. Paradoxe Übungsaufgaben stellen eine gute Gelegenheit dar, unter bestimmten Umständen (sicherlich nicht jederzeit und überall) Schwäche zeigen zu können (nach dem Motto: „Es ist ein Zeichen von Stärke, seine Schwächen zeigen zu können“) und dabei die Erfahrung zu machen, dass man trotzdem liebenswert und sozial akzeptiert ist. Dem zugrunde liegt also die Vorstellung, dass sich selbst bestätigende und erfüllende Teufelskreise der Angst mit dieser Methode durchbrochen werden können.

Die paradoxe Intention kann dabei als spezifische Technik der paradoxen Intervention angesehen werden.

Literatur
Frankl, V. E. (1975). Paradoxical intention and dereflection. Psychotherapy: Theory, Research & Practice, Division of Psychotherapy. American Psychological Association, 12, 226.

Quelle: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/EMOTION/Angst1.shtml





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