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Neuroathletik

Die Methoden der Neuroathletik, die im Spitzensport bereits Einzug gehalten haben, gehen davon aus, dass der menschliche Bewegungsapparat, der aus Knochen und Knorpeln, Muskeln und Sehnen, Bändern und Bindegeweben besteht, durch neurologische Abläufe, also die die Muskeln versorgenden Nerven und das Rückenmark bis hin zum Gehirn, das alle unsere Bewegungen steuert, direkt beeinflusst werden kann. Dabei kann das Instrumentarium der Neuroathletik nicht nur für die Rehabilitation bei Sportverletzungen sondern auch zur Schmerzbekämpfung eingesetzt werden, wobei die Wirkmechanismen größtenteils noch nicht geklärt sind. Dabei werden bei Übungen das visuelle System, das propriozeptives System (Raum- und Körperwahrnehmung) und der Gleichgewichtssinn benutzt.

Je nach Betroffenem und Beschwerdebild kann dabei ein und dieselbe Bewegung positive wie negative Wirkungen im Sinne von Schmerzen, verursachen, sodass am Beginn jeder Behandlung genau getestet werden muss, welche Übung dem Körper gut tut und welche nicht. Dabei können durch neuroathletischen Übungen Schmerzzustände fast aller Art gelindert werden, wobei jeder Mensch darauf ganz individuell reagiert, sodass etwa mit Augenübungen Schmerz- und Fehlbewegungsmuster im Gehirn gleichsam überschrieben werden können. Im Gegensatz zu rein biomechanischen Rehabilitationsmaßnahmen reagiert das Nervensystem extrem rasch, sodass die Schmerzlinderung schon unmittelbar während der Übung eintreten kann.

Literatur & Quellen

Schmid-Fetzer, Ulla & Lienhard, Lars (2018). Neuroathletiktraining. Grundlagen und Praxis des neurozentrierten Trainings. München: Pflaum Verlag.
http://science.orf.at/stories/2895539/ (18-02-15)



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