Konversionsneurose

Konversion bedeutet in der Triebtheorie die Umwandlung eines verdrängten seelischen Konfliktes in ein körperliches Symptom, das nun den verdrängten Wunsch symbolisch ausdrückt. Ungelöste seelische Konflikte werden demnach in den körperlichen Bereich verschoben werden, wobei etwa eine unausgelebte Aggressivität sich als Armlähmung manifestieren kann.
Früher wurden Konversionsneurosen unter dem Sammelbegriff Hysterie für motorische und sensorische Funktionsstörungen zusammengefasst, um jene Störungen zu bezeichnen, die seelisch bedingt sind, aber bei denen keine organischen Krankheitsanzeichen vorliegen. Häufigste Symptome einer solchen Störung sind Lähmungen, Anfälle oder Sensibilitätsstörungen.
Konversionsneurosen werden als ursächlich psychogen angesehen, und stehen dabei oft in enger zeitlicher Verbindung mit traumatisierenden Ereignissen, unlösbaren oder unerträglichen Konflikten oder aber auch gestörten Beziehungen. Zu einer Konversionsneurose kommt es etwa, wenn im 4. bis zum 6. Lebensjahr verwöhnende Eltern ein Kind in der Auseinandersetzung seines Wunschdenkens mit der Realität nicht unterstützen. Oft bleibt es dann auf die Eltern fixiert, insbesondere in Form einer ödipalen Fixierung an den gegengeschlechtlichen Elternteil. Konversionsneurose bedeutet in dieser Hinsicht somit eine Form der Regression auf kleinkindliche Bedürfnisse und ein Ausweichen vor der Realität.

Konversionsneurosen werden auch als dissoziative Störungen bezeichnet.



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