Machtparadoxon

Das Machtparadoxon beschreibt das sozialpsychologische Phänomen, dass wenn jemand in Gruppen ausschließlich egoistische Interessen vertritt, zunächst immer Widerstand erntet (Gruppenwiderstand) und kann sich deshalb mit seinen Vorschlägen nicht durchsetzen. Nur wer fähig und bereit ist, in seinen Vorschlägen neben den eigenen Interessen auch die Interessen der Anderen möglichst weitgehend zu berücksichtigen, hat Erfolgchancen. Es gilt also in Gruppen das Machtparadoxon: Um Macht zu gewinnen ist ein gewisses Maß an Empathie daher unerlässlich.

Allerdings führt das in der Folge auch manchmal dazu, dass jemand, der durch Empathie mit der Zeit an Einfluss gewinnt, häufig diese Empathiefähigkeit verliert, die ihn erst in diese Machtposition gebracht hat.

Anmerkung: In der Philosophie beschreibt das Allmachtsparadoxon jenes logisches Problem, dass auf Wesen wie einen allmächtigen Gott zutrifft. Es beruht auf der Frage, ob ein allmächtiges Wesen in der Lage sein kann, etwas zu tun, was seine eigene Allmacht einschränkt, wodurch es seine Allmacht per definitionem ja verlieren würde. Manche Philosophen betrachten diese Argumentation als Beweis für die Unmöglichkeit der Existenz eines solchen allmächtigen Wesens.

Siehe dazu das Paradoxon der Macht.



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