Gedanken

Ein Gedanke ist das Ergebnis und eine Grundkomponente im Prozess des Denkens, d. h., ein Gedanke bezeichnet das, was gedacht wird, oder das Denken an etwas. Dabei kann ein Gedanke eine Meinung, eine Ansicht, ein Einfall, ein Begriff oder eine Idee sein.

Der Begriff des Gedankens ist kein scharf definierter psychologischer und daher im Zusammenhang mit psychologischen Theorien eher ungebräuchlich – hier spricht man meist von Kognition. Gedanken dienen psychologisch betrachtet der Bewertung von Situationen sowie der Planung und Steuerung der Handlungen eines Individuums. Somit stellen sie eine immaterielle Vorstufe von Handlungen dar, die der Evaluation von Handlungskonsequenzen und letztlich der Selbsterhaltung dienen.

Gedanken sind auf physiologischer Ebene Bewusstseinsinhalte, die durch neurophysiologische Prozesse im Gehirn entstehen, und einzelne Meme zu einem Kontext verbinden und so komplexere Bedeutungseinheiten schaffen. Diesen Prozess der Gedankenentstehung und Gedankensteuerung bezeichnet man im Allgemeinen als Denken.

Gedanken sind physikalisch gesehen auch real, denn sie sind die Emergenz der neuronalen Hirntätigkeit, jedoch nicht die neuronale Gehirntätigkeit selber,  d. h., sie enstehen aus der Tätigkeit des Gehirns als höhere Ordnungsstruktur im Rahmen einer Selbstorganisation. Aus konstruktivistischer Sicht enstehen Gedanken im Rahmen jener dissipativen Struktur, die das Gehirn darstellt. Bei diese Prozess wird Energie entwertet, um dabei neue und höhere Ordnungsstrukturen (Emergenzen) zu entwickeln.





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