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neuronale Synchronizität

Damit man ein Objekt bewusst erkennen kann, müssen im Gehirn Informationen über seine Größe, Farbe und Beschaffenheit verarbeitet werden, über seinen Platz im Raum sowie über eine eventuelle Bewegung. Auch muss geklärt werden, ob  das Objekt schon bekannt ist, und ob möglicherweise von ihm eine Gefahr muss ausgeht. Diese Abklärungen finden in verschiedenen, spezialisierten Gehirnarealen statt und müssen synchronisiert werden. Nach der Theorie der  neuronalen Synchronizität arbeiten jene Neuronen, die für die Verarbeitung eines Reizes benötigt werden, synchron zusammen. Im Gehirn laufen dabei eine Vielzahl von synchronen Zuständen gleichzeitig ab, sodass die einzelnen Nervenzellen dabei nicht auf ein einziges Synchronizitäts-Netzwerk spezialisiert sind, sondern sich an verschiedenen Rhythmen beteiligen. Das bedeutet letztlich auch, das jene Neuronengruppen, die gerade in einem unterschiedlichen Rhythmus arbeiten, nicht miteinander kommunizieren können. Die genauen Prozesse beziehungsweise die physiologischen Grundlagen sind derzeit noch sehr spekulativ, wobei man vermutet, dass die Feinmodulation der Rhythmen durch neuronale Botenstoffe zustande kommt. Man vermutet auch genetische Einflüsse auf die Synchronisation solcher Rhythmen im Gehirn.

Auch zielgerichtetes Handeln setzt voraus, dass Handlungskonsequenzen im Gehirn vorhergesagt werden können, aber um Handlungskonsequenzen vorhersagen zu können, müssen Menschen sehr unterschiedliche Informationen kombinieren, etwa aus welcher Richtung sich beim Tennisspielen der Ball nähert, in welcher Position sich der eigene Arm zu diesem Zeitpunkt befindet oder wie ermüdet der eigene Bewegungsapparat schon ist. Diese Kombination beruht ebenfalls auf einem Mechanismus neuronaler Synchronizität, der gleichzeitig reguliert, wie Vorhersagen zu einem bewussten Erleben der eigenen Handlung führen.

Literatur

https://idw-online.de/de/news680033 (17-08-28)



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