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Spiegeltest

Im Zusammenhang mit tierischem Bewusstsein wird häufig der Spiegeltest durchgeführt, den man zum ersten Mal an Primaten durchführte. Dabei zeigte sich, dass die Tiere in einem Spiegel einen aufgemalten Farbpunkt an ihrer Stirn erkennen und diesen entfernen können. Daraus schließt man, dass etwa Schimpansen über ein reflexives Bewusstsein und menschenähnliche Empathie verfügen. Allerdings sind diese Fähigkeiten meist sehr situativ und speziell.
Hirata et al. (2017) führten mit Schimpansen eine Variante des klassischen Spiegeltests durch, wobei die Tiere erst in einem Video ihr Gesicht mit dem Farbfleck sahen. Es zeigte sich dabei, dass sich die Tiere nicht nur im Spiegel sondern auch auf einer Videoaufnahme erkennen, die ein wenig zeitverzögert gezeigt wurde. Zeigte man den Schimpansen aber eine ältere Aufnahme, reagierten die Tiere nicht, sodass man vermutet, dass Schimpansen offenbar in der Lage sind, einen augenblicklichen Zustand zu begreifen, also über einen gewissen Sinn für Aktualität verfügen.
Menschenkinder bestehen diesen Test typischerweise im zweiten Lebensjahr (Spiegelstadium).

Literatur

Hirata, Satoshi, Fuwa, Kohki & Myowa, Masako (2017). Chimpanzees recognize their own delayed self-image. Royal Society Open Science, 4, 1-9.
Stangl, W. (1997). Haben Tiere ein reflexives Bewusstsein? [werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNEN/Modelllernen.shtml (97-05-11)



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