Eimertheorie

Die Eimertheorie des Denkens und der Erkenntnisgewinnung schließt an die Ansicht „Nihil in intellectu quod non prius in sensu“ an, d. h., dass Menschen nicht über etwas denken können, das sie nicht zuvor durch ihre Sinne erreicht haben. Dieses Bild vergleicht die Kognition mit einem Eimer, der sukzessiv mit Wissen durch die Sinnesorgane gefüllt wird. Lernpsychologisch betrachtet entspricht das weitgehend dem Black-Box-Modell der klassischen Lerntheorien. Nach Popper hingegen ist aber die Grundlage für das Entdecken, Forschen bzw. für die Erkenntnisgewinnung des Menschen im allgemeinen, dass Fragen, Erwartungen oder Hypothesen den praktischen Beobachtungen vorangehen, d. h., Menschen lernen nicht aus blinden Erfahrungen, sondern indem sie über Probleme stolpern und Fragen stellen. Siehe dazu die Scheinwerfertheorie des Denkens.

Literatur

Popper, Karl R. (1979). The Bucket and the Searchlight: Two Theories of Knowledge. In Objective Knowledge: An Evolutionary Approach (rev. ed.). Oxford: Clarendon Press.
http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/DENKENTWICKLUNG/Definition.shtml (12-11-14)





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