Propriozeptoren

Propriozeptoren wie Muskelspindeln, das Golgi-Organ, das Ruffini- und das Vater-Pacini-Körperchen ermöglichen die Wahrnehmung der Stellung und Bewegung des eigenen Körpers im Raum. Durch Propriozeptoren gelangen somit Informationen über Muskelspannung, Muskellänge, Gelenkstellung und Bewegung zum Kleinhirn und zum Cortex, wo diese in der Regel unbewusst verarbeitet werden. Die Muskelspindeln sind etwa Dehnungsrezeptoren in der Muskulatur, die für die Messung der Muskellänge und der Veränderungsgeschwindigkeit der Muskellänge verantwortlich sind. Sie sind in der Muskulatur der Extremitäten, insbesondere in den Hand- und Fußmuskeln sehr zahlreich vorhanden, was etwa die differenzierte Greiffunktion der Hand erst ermöglicht. Die Ruffini- und Vater-Pacini-Körperchen in den Gelenkkapseln informieren dabei über die Stellung der Gelenke und deren Bewegungen, die Golgi-Sehnenorgane in den Sehnen werden bei Muskelkontraktion bzw. Muskeldehnung erregt.
Übrigens lassen sich 30 % der Leistungsunterschiede zwischen Sportlern und Nichtsportlern durch die unterschiedlich ausgeprägte Propriozeption erklären, wobei die Propriozeptionen an den unterschiedlichen Gelenken nicht miteinander korrelieren, sondern unabhängige Größen darstellen, sodass es keine allgemeine Propriozeption gibt, sondern nur eine jeweils gelenkspezifische. Da es keinen Zusammenhang zum Trainingsalter und dem Ausprägungsgrad der Propriozeption gibt, kann die unterschiedliche Qualität der Propriozeption etwa als Kriterium für die Begabung zu einem bestimmten Sport gelten.

Quellen
http://de.wikipedia.org/wiki/Propriozeption (14-02-03)
http://de.wikipedia.org/wiki/Propriozeptor (14-02-03)



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