transiente Parästhesie

Eine Parästhesie bezeichnet eine unangenehme, manchmal schmerzhafte Körperempfindung mit Kribbeln, Taubheit, Einschlafen der Glieder, Kälte- und Wärmewahrnehmungsstörungen, die nicht durch adäquate Reize ausgelöst wird. Transiente Parästhesie bezeichnet etwa das kurzfristiges Einschlafen von Körperteilen. Die Ursache für diese vorübergehende Missempfindung ist zu viel Druck auf einen Arm oder ein Bein, was dazu führt, dass ein Nerv abgeklemmt wird, während gleichzeitig der Druck oft Blutgefäße einengt und so die Blutzufuhr zu den Nervenzellen unterbricht. In der Folge gelangen von den Nervenzellen keine Informationen mehr ans Gehirn bzw. umgekehrt. Das Gehirn reagiert und veranlasst den Körper, seine Position zu verändern, etwa die Beine nebeneinander zu stellen, anstatt sie übereinanderzuschlagen, oder aufzustehen. Dadurch lässt der Druck auf Nervenzellen und Gefäße nach, das Blut beginnt wieder zu fließen, die Nervenzellen senden wieder Signale ans Gehirn und empfangen auch wieder welche. Die Nervenzellen brauchen jedoch ein paar Minuten, um sich wieder von dem Informations- und Versorgungsengpass zu erholen, und feuern ihre Signale deshalb anfangs ein wenig unkoordiniert ab. Dadurch kommt beim Gehirn eine Art Signalrauschen an, das als Kribbeln wahrgenommen wird. Was der Mensch als eingeschlafene Hände und Füße registriert, ist also der Prozess des Aufwachens.
Chronische Parästhesien, die im Rahmen von Erkrankungen oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente etwa bei Chemotherapie entstehen, sind etwa das Karpaltunnelsyndrom, Diabetes mellitus, Polyneuropathie oder die multiple Sklerose.

Literatur & Quellen

http://www.onmeda.de/magazin/eingeschlafene-haende-und-fuesse.html (17-04-15)
http://flexikon.doccheck.com/de/Par%C3%A4sthesie (17-04-15)



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