Dissonanzreduktion

Da Dissonanz vom Menschen als unangenehm empfunden werden, versuchen diese, die dissonanten Kognitionen in Einklang zu bringen bzw. diese in eine konsonante Beziehung zu bringen, um diesen negativen Gefühlszustand zu beenden. Diese Versuche zur Dissonanzauflösung werden auch als Dissonanzreduktion bezeichnet. Dabei lassen sich verschiedene Ansatzmöglichkeiten unterscheiden, die an einem der Entstehungsschritte der Dissonanzentstehung ansetzen:

  • Das zugrundeliegende Problem wird gelöst, wobei es dabei notwendig ist, den Blickwinkel zu ändern, um neue Lösungswege zu erkennen. Mit der Lösung verschwindet auch die Dissonanz.
  • Die Wünsche, Absichten oder Einstellungen werden aufgegeben oder auf ein erreichbares und somit konfliktärmeres Maß gebracht.
  • Die physiologische Erregung wird gedämpft, etwa durch Ablenkung beim Sport, durch ausgleichende Aktivitäten, durch Ruhe, Vermeidung von Stress, durch Meditation, Beruhigungsmittel, aber auch durch Alkohol- und Drogenkonsum.

Auch Scheinlösungen und Ausreden können Dissonanzen reduzieren, etwa indem man die gefühlte Erregung auf andere Ursachen zurückführt. Oft wird verdrängt, indem man den Widerspruch zwischen Verhalten und Einstellung bagatellisiert. Eine nicht ungewöhnliche Form ist auch die Externalisieren, indem das Verhalten als von Außen erzwungen dargestellt wird. Eine weitere Möglichkeit ist das selektive Aufsuchen oder Interpretieren von konsonanten und daher dissonanzreduzierenden Informationen.

Literatur

https://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz (16-11-21)




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