soziales Diskontierungsverhalten

Als soziales Diskontierungsverhalten bezeichnet man die Zunahme oder Abnahme der Großzügigkeit bzw. der Hilfsbereitschaft, je näher oder ferner ein anderer Mensch einem steht. Großzügigkeit beim Schenken oder bei Hilfeleistungen ist dabei eine Frage der sozialen Distanz, was sich etwa daran zeigt, dass Menschen anderen gerne Geschenke machen, beim Umzug helfen oder die Blumen gießen, wenn dieser im Urlaub ist. Je näher einem ein Mensch steht, desto großzügiger verhält man sich ihm oder ihr gegenüber. Offensichtlich nimmt die Bereitschaft, andere zu unterstützen, mit der gefühlten zwischenmenschlichen Distanz ab, denn Familienangehörigen ist man eher bereit zu helfen als Menschen, die einem nicht so nahe stehen wie entfernte Bekannte oder Menschen, die man überhaupt nicht kennt, wie Fremde auf der Straße. Dabei spielen nach neueren Untersuchungen auch Oxytocin und Empathie eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, wem gegenüber man sich großzügig verhält.

Literatur

Strang, S., Gerhardt, H., Marsh, N., Oroz Artigas, S., Hu,Y., Hurlemann, R. & Park, S.Q. (2017). A matter of distance – The effect of oxytocin on social discounting is empathy-dependent. Psychoneuroendocrinology, doi.org/10.1016/j.psyneuen.2017.01.031.




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